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"Faszination Unterwasserwelt"
Copyright © 1999/2004
Andreas Gerber - Alle Rechte vorbehalten!
Alle hier veröffentlichte Bilder und Texte sind von A.
Gerber.
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SEGELN &
TAUCHEN
Zwei
Hobby´s, die sich nicht
miteinander
kombinieren lassen?!? |
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| "Wracktauchen á la
carte!" |
Südfrankreichs
Mittelmeerküste gehört zu Europas besten Tauchgebiet, vor allem wenn es um Wrack´s
geht. |
| "Segeln
Exquisit!" |
Die Küste der Provence,
gehört zu den abwechslungsreichsten Segelgebiet des Mittelmeers |
Im September´99
war ich mit Freunden auf einem Segeltörn in Südfrankreich.
Wie wir diese
Gegensätze dennoch sehr gut in Einklang bringen konnten,
könnt Ihr hier
erfahren!
| Diese beide faszinierende Sportarten miteinander
verbinden soll doch keine Illusion sein! Wenn gleich die Aussage von eingefleischten
Seebären herrscht: "Segelboot und Tauchsafari,
das sind zwei Aktivitäten, die sich nicht miteinander vereinen lassen! Punkt, Schluss und
Aus!!!!" Ungeachtet dessen, begannen im
Frühjahr 99´die Planung mit einem Segelboot in Südfrankreich zu Tauchen. Zugegeben, die
Skepsis der "angeheuerten Crew" (und das meine ich einen engen Freundeskreis,
die immer wieder nach Abenteuer suchen) war gross. Alle "Tauchfreak´s" und
"Seebären" zugleich wussten genau in punkto Segeln Bescheid. Selbst auf einem
40 Fuss langem Segelschiff ist das Platzangebot nicht gross genug. |
"Wo soll die
Ausrüstung untergebracht werden? Wie die Flaschen füllen, Platz für einen Kompressor
haben wir da nicht! Und überhaupt, wie sollen wir die Tauchplätze gefunden werden?"
All diese Fragen waren berechtigt und es kann nur eine Lösung für diese Probleme geben:
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Eine Katamaran
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Ein
Katamaran und das Mittelmeer- eine Kombination die fast unschlagbar ist, wenn man nach
einem besonderen Abenteuer sucht, die bis jetzt nur wenige erleben konnten. Eine Reise auf
der "Coriolis", so heisst das Schiff, bietet die Möglichkeit, Tauchplätze im
Mittelmeer zu erkunden. Die Voraussetzungen sind ideal:
Reisezeit im September verspricht eine günstige Reisezeit mit gute Sichtweiten unter
Wasser und idealem Segelwind. Ausgerüstet mit |
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| mit modernster Navigationstechnik GPS, Radar,
Echolot und sonstige Ortungsgeräte, können die abenteuerlichsten Wracks in
Südfrankreich auf eigene Faust erkundet werden. Und all das mit einer erfahrenen
"Crew", die Segel und Taucherfahrung hat. "Lasst also uns das Abenteuer
beginnen!" |
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Tauchen *
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Segeln
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Schwimmen
Sonne
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"Hier lag also unser Katamaran
Flach wie eine Flunder!"
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| Das Schiff Da
lag der strahlend weiße Katamaran an der Kai- Mauer. Bullig wirkte er von vorne. Über
eine 2 m langen Steg gelangt man auf das 48 Fuß lange und 24 Fuß breite Schiff. Die
Deckfläche von insgesamt 100 m² bietet viel Bewegungsfreiheit für uns
Globetrotter. Auf dem Vorschiff entsteht durch das begehbare Netz zwischen den beiden
Rümpfen, viel Platz zum Relaxen. Die Außenbehälter bieten viel Stauraum für das Tauch-
Equipment. Hinten am Heck ist das Zodiac mittels Seil an zwei Auslegern befestigt. Der
hohe Segelmasten von ca. 20 m mit dem ordentlich verpackte großflächiges Segel ist für
hohe Geschwindigkeit ausgelegt. Zwei Steuerstände, einer davon mit Autopilot
ausgestattet, bietet einen Bedienungskomfort
First Class. Beim Betreten unter Deck wehte ein Hauch von Luxus um die Nase. Gut
eingerichtete Küche mit Backofen und Kühlschrank, in der Mitte ein großer Eichen-
Holztisch mit einer aufwendige Lederpolsterung garantiert für ein gemütliches
zusammensetzen. Ein Navigationstisch mit große Bildschirme für GPS, Radar und Echolot
und sonstigen elektronischen Komfort, da Schlägt das Herz eines Kapitäns und dem
engagierten Wracktaucher höher. Mit diesem Equipment kann die Segel- Route und das Auffinden
von Wrack´s ein Kinderspiel werden. In jedem Rumpf sind drei geräumige Doppelkabinen mit
je zwei Duschen und WC vorhanden. Kurz um, der Komfort und das Platzangebot ist
riesig. Der Kompressor auf dem Hinterdeck verlor sich gerade nur so auf der großen
Plattform.
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Segelromantik Nun nur
noch die Ausrüstung bunkern und Leinen los. Mit Motorbetrieb aus dem Hafen
fahren und sofort das über 100 m² Großsegel setzen. Trotz großen Winschen ist es ein
Kraftakt die Segel an dem 20 Meter hohen Masten hoch zu ziehen. Ganz allmählich wird das
Segel von dem Wind erfasst und der Kat setzt sich in Bewegung. Mit Leichtigkeit erreicht
sind die 10 Knoten fahrt. Ruhig, sogar sehr ruhig gleitet der Katamaran mit seinen Kufen
wie eine Eisprinzessin bei Ihrer Kür über das blaue Wasser hinweg. Ruhige
Fahreigenschaften und viel Platzangebot- zwei Eigenschaften die das Baumuster eines
Katamarans in sich vereint. Nach nur 2 Stunden Segelfahrt ist das erstes Segel- bzw.
Tauchziel erreicht. Die Halbinsel von Gienes mit den vorgelagerten Goldinsel.
Hier südöstlich von Porquerolles liegt auch das erste Wrack welches am nächsten Tag
gründlich erforscht werden soll. |

"Unser Schiff,
unglaublich, mit dem wohl grössten Masten im Hafen von Porquerolles." |
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Die Goldinsel
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Am anderen
Morgen herrscht jedoch
starker Mistral und hohe Wellen. Ein ruhiges Ankern am Wrack ist somit nicht möglich. Es
bleibt nur eine Möglichkeit, während der Fahrt in Wasser springen und später vom
Zodiac einsammeln zu lassen. Aber der Aufwand lohnt sich. Unter uns liegt wohl eines der
schönsten Wracks des Mittelmeeres die Donator. Bei der Überfahrt des Wracks,
sind die grobe Formationen mit dem Echolot gut zu erkennen. Der Käptain fährt nochmals
eine Wende und auf Kommando muß alles blitz schnell gehen. "Fertig! Los!
Platsch, vier Taucher springen vom Heck gleichzeitig in das Wasser. Nur ich springe mit
einer halben Umdrehung von Bug zwischen die zwei Rümpfen; lassen den Kat über meine Kopf
fahren und hoffe, daß am Heck Backbordseite die Kamera gereicht wird. Alles geht
geschwind. Rechter Arm nach oben, Kamera erfassen und mit der linken Hand gleichzeitig den
Schnellablass am Jacket ziehen. Mit dem Verbleib jeder Sekunde länger an der Oberfläche
treibt man von der Position des Wracks bzw. der Tauchergruppe weg. |
| Das Wrack liegt aus fast 50 Meter tiefem Sandgrund
in der so genannten Grande Passe, der Passage zwischen Porquerolles und der
Nationalparkinsel Port- Cros. Die "Donator" zieht jeden Tag viele Taucher
magisch an, denn der Zauber dieses Wracks hält sie gefangen. In der Tat, dieses Wrack ist
einmalig. Die Laderäume sind geräumig und einfach zu ====================
Tiefrot und leuchtend
gelbe Gorgonien
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betauchen. Regelmäßig können hier Zackenbarsche und Conger
gesehen werden. Vor allem ist das Wrack mit tiefroten und leuchtend gelben Gorgonien sehr
schön bewachsen. Tiefenerfahrene Taucher können in 52 Meter Tiefe die mächtige Schraube
des 80 Meter langen Frachtschiffes |
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bewundern. Mißtrauen muss man aber der
Strömung und den besonderen Reize des Wracks. Man hält sich gerne zu lange in dieser
Tiefe auf. Das unverwechselbare Kennzeichen der Donator, ist der bis auf 27 m
Tiefe hinaufragende zentrale Masten. Vor allem beim Auftauchen in die helle Sonnen
verleihen die Fahnenbarsche und Sardinen eine besondere Stimmung. Beim Dekostop in 5 m
Tiefe ist die gewaltige Macht von Wind und Wellen deutlich spürbar. Eine an die
Oberfläche hochgelassene Boje soll dem Schiff und dem Zodiac das Auffinden unserer Gruppe
erleichtern. |
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| Der immer weiter auffrischende Wind ermöglicht keine weiteren Tauchgängen. Somit auch
nicht die nur einige hundert Meter von der Donator entfernte Le
Greck oder auch Le Sagona genannt. Das 1945 an einer Minenexplosion
gesunkenem Wrack ist phantastisch. Es bleiben nur die Erinnerungen und der damalige
Logbucheintrag über: "Verstrebungen und Flanken sind von zauberhaften Gorgonien
bedeckt. Leicht Betauchbare Aufbauten und großer Fischreichtum". Aber zugegeben, das
Wetter spielt hier immer die Hauptrolle. Der Mistral ist oftmals der Grund,
dass die
Reiseroute, gerade mit einem Segelschiff, unerwartet abgeändert werden muss. Doch solche
Ausweich- Tauchplätze |
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entwickeln sich oftmals überraschend von der 2.
Wahl zur neuer Nummer 1. Nach einer turbulenten Überfahrt wird eine der zahlreichen
windgeschützten Buchten an der französischen Küste angesteuert. Der Anker wird geworfen
und der Sunset Dive kann beginnen. Das Mittelmeer zeigt ich hier von der schönsten
Seite. Glasklares Wasser mit atemberaubender Felsformationen. Vor allem die Steilwände
mit den zahlreichen rotbewachsenen Gorgonien, prägen die Unterwasser- Landschaft Iles
d´Hyeres. An den Überhängen gedeihen gelbe Krustenanemonen. Je Tiefer man geht, um so
größer ist die Chance auf Großfische wie den Zackenbarsch anzutreffen. Allerhand
geboten kriegen wir auf der turbulente Überfahrt. Das Segeln setzten ist harte, aber es
lohnt sich. Mit bis zu 15 Knoten rauscht der |
| Topsegler durch das Mittelmeer. Vorbei an einer der
schönsten Küstanabschitte der Provonce. Wie immer, wenn der Kat bei gutem Wetter segelt,
ist das Bugsprietnetz voll besetzt. Neben dem phantastischen Blick auf Schiff und
Takelage, offenbart sich nur hier die beiden gischtumschäumten Bug. Es fehlt nur noch,
daß Delfine am Bug sich tummeln. Ein oft beliebter Platz dieser Tümmler. |

"Le
Saphis" in 23 Meter Tiefe! |
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Zur Geschichte der Le Saphis
Stapellauf 1864 in Seyne. Am
9.10.1887 lief das Dampfschiff von ca. 53 m Länge und 526 Tonnen südwest- westlich auf
die Insel La Formigue auf. Es gelang ihr nicht, wieder sicher abzulaufen.
Heute liegen die Trümmer in einem Umkreis von 60 Meter sehr
verstreut, direkt am Fusses des Abhanges der Insel. Eine Peilung ist nicht nötig, man
folgt den Formigues Richtung Cap Bénat und findet in 10 m Tiefe die Dampfkessel und auf
23 Meter den Bug.
Tauchen ohne Probleme, außer bei Strömung!
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Die Bucht von Cassis
====================Die Bucht von Cassis ist nicht nur
ein Treffpunkt für Schnorchler und Taucher. Vor allem in den Sommemonaten fahren viele |
Touristenboote in diese traumhafte Bucht ein.

Auch die
Freeclimber und Gleitschirmflieger haben die Schönheit der Klippen erkannt.
Immer wieder sind Kletterer an den Steilwänden zu sehen. Einige Wagemutige
springen von den nur 200 Meter hohen Felsen in die Tiefe hinunter. |

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"Ordnung muss sein!" |
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Ein Streifzug durch UW- Welt
von
Südfrankreichs
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Jeder
Taucher, der schon einmal zu einem
Wrack hinab getaucht ist, kennt die Faszination, die von einem untergegangenem Schiff
ausgeht. Insbesondere an den Küsten der Provence in Südfrankreich liegen viele, sogar
sehr viele dieser Wracks.
Der besondere Reiz geht nicht
nur von den Wracks aus. Auch die Unterwasserwelt ist faszinierend.
Überzeugt Euch selber von den
nächsten Bildern:
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In den frühen
Morgenstunden lichtet die "Coriolis" die Anker und die Fahrt geht zurück an den
Heimathafen in Le Lavando. In den vergangenen Wochen konnten wie die Kombination Segeln
& Tauchen prima erproben. Die Aussage "Segelboot und
Tauchsafari, das sind zwei Aktivitäten, die sich nicht miteinander vereinen lassen!
Punkt, Schluss und Aus!!!!", konnte nicht bestätigt
werden.
Und dass der grösste Pessimist am Ende
Tour sagt: "...... und die nächste Segel- Tour geht in die Karibik..........
................natürlich mit Tauchen!" bestätigt
dies nur.
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Ende
Foto & Text
Copyright 2000 Andreas Gerber
Alle hier veröffentlichte Bilder
und Text sind von Andreas Gerber.
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Stand
13.01.09 Copyright 2000-
2006 Andreas Gerber
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Walzbachtal Tel./ Fax: ++49 (0) 7203 9249 732
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Email: info@ag-aqua.de |
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