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Andreas Gerber PADI MSD-Trainer # 915634  -  Am Giesshübel 1  -  75045 Walzbachtal  -  Germany

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Mantas

" Tanz der Teufel "


Ein interessanter Reisebericht mit biologischem Hintergrundwissen,
von einen der
faszinierendsten Tieren (nicht nur) auf den Malediven !

"Der Teufelsrochen"

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Irgendwo mitten im indischen Ozean .............


...........nach einem gemütlichen Frühstück an Deck mit Ananas, Eier– Omelett und Croissants in der aufgehenden Morgen- Sonne, sind wir irgendwo mitten auf den Malediven. Die Boots- Mannschaft lichtete schon früh am Morgen die Anker. Wir wollten vom Ari Atoll, am Rasdu Atoll vorbei in das Baa Atoll fahren. Der Himmel strahlte im göttlichem Blau und der Wind glitt sanft über das glasklare Wasser. In der Ferne sind winzig kleine Inselchen zu sehen, überwuchert mit den schönsten Palmen, als plötzlich die Mannschaft auf dem Boot aufgeregt hin und her hüpfen. Sie zeigen mit wilden Gesten in das Wasser. Es scheint so, als daß der leibhaftige Teufel aus derTiefe empor steigt. Es sind vom Boot aus große dunkle Flächen unter der Wasseroberfläche zu erkennen. Der Dive- Guide sagt:" Da unten sind mindestens drei Mantas von 4 m Spannweite", und gibt dem Kapitän zu verstehen, daß er sofort den Motor abstellen soll. Schnell die UW- Kamera fertig, Tauchausrüstung anlegen und langsam in das Wasser gleiten. Die Mantas haben, wie die Haie, kleine Sinnesorgane am Kopf, die in Gruben versenkt sind. Diese übertragen Erschütterungen und Veränderungen in der näheren Umgebung. Vor allem aber dienen diese der Orientierung. Würden wir nun mit der kompletten Ausrüstung in das Wasser springen, so werden diese Erschütterung von den Tieren wahrgenommen und sofort abziehen. Deshalb behutsam ins Wasser gleiten, die Köpfe unter Wasser stecken und abwarten. Das Wasser enthält hier viele Mikroorganismen, auch Plankton genannt. Zum Leiden der Sichtweite, denn diese beträgt dadurch nur ca. 15 m. Aber das Plankton ist ein Festmahl für diese Vegetarier. Sie fressen ausschließlich Plankton, das sie mit ihren Kopfflossen rhythmisch in ihr gewaltiges Maul befördern. Obwohl sie normalerweise das offene Meer bewohnen kommen sie zur Nahrungssuche und zum Besuch der Putzerstationen häufig nahe an das Riff.


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Im Wasser fällt der Blick in einen unendlich tiefblauen Raum. Die Wellen brechen die einfallenden Sonnenstrahlen. Scharf und spitz wie Pfeile tanzen diese mit den Wogen der Wellen und enden irgendwo in der Tiefe des Meeres. Und genau von da unten aus kann schemenhaft erkannt werden, daß sich etwas nach oben bewegt. Erst ein, dann zwei sogar drei Mantas bewegen sich langsam gar graziös tänzeln wie eine Ballerina beim Pas de deux, auf uns Taucher zu. Plötzlich und ganz unerwartet stürzt ein Schatten auf mich zu, drehte einige Kreise über mir und zieht dann nur wenige Meter von meiner Kamera entfernt davon.

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Das läßt jeden Segelfreak erblassen, weil dieses tonnenschwere Tiere ebenso schnittig wie eine High-Tech-Rennjacht sein können. Ein Manta sprang sogar aus dem Wasser!!!! Auf dem Boot wieder zurück, erklärt der Dive- Guide, daß sie durch diese Sprünge versuchen, sich von Schmarotzern und Fischläuse, die auf der Haut sitzen zu befreien. Dabei strahlen seine Augen vor Begeisterung und die Worte sprudeln nur so aus ihm heraus. "In einigen Fällen wurde sogar beobachtet, daß Weibchen ihre Jungen in die Luft ausstoßen, da diese dafür noch zu schwach sind!" Diese Momente sind spektakulär und unvergeßlich. - Für ca. drei Monaten ist im "wahrsten Sinne des Worte´s, der Teufel hier los!" Nicht nur, daß es zu dieser Jahreszeit für diese teuflischen Meeresbewohner viel zum Fressen gibt. Es ist auch die Paarungszeit. Nach einer Tragezeit von ca. 13 Monaten, bringen die lebend gebärenden Manta- Weibchen ein oder zwei Junge zur Welt. Wenn diese jungen Mantas ausgewachsen sind, erreichen sie eine Spannweite von 6 bis 7 m und ein Gewicht von über 2 Tonnen.

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Der Manta, der im freien Wasser lebt, muß zeitlebens schwimmen. Aus diesem Grund sind sie groß, voluminös und sehr kräftig gebaut. Sie besitzen keine Schwimmblase, wie manch andere Fische. Dies bedeutet, daß sie zu Boden sinken, wenn sie sich nicht ständig bewegen. Sie benutzen zum Schwimmen die zu riesigen Flügeln ausgebildeten Brustflossen. So entsteht eine große Fläche zum Abstoßen und der Manta gleitet mit eleganten Flügelschlägen, scheinbar ohne Anstrengung durch das Wasser. Mit weit geöffnetem Maul pflügt ein Manta durch das Wasser und sammelt das Plankton ein. Deutlich kann dabei beobachtet werden, wie er die beiden Hörner, jedes an einer Mundseite am vorderen Teil des Körpers als eine Art Trichter verwendet. Sie erhalten dadurch eine größere Menge an Plankton und filtern dies durch ihre Kiemen heraus. Ab und zu rollte er diese Lappen ein, wie wenn ich ein Stück Papierkarton zusammenrolle.

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Teufelsrochen sind genau das Gegenteil dessen, was der Name sagt. Es gibt unterschiedliche Versionen wie sie zu diesem Namen gekommen sind. Die einen sagen, daß der Kopf durch die Hörner, wie ein Teufelskopf aussieht. Die einheimischen Fischer behaupten, daß die Mantas die Fischerboote angreifen und zum kentern bringen. Tatsächlich haben sie die Angewohnheit, mit ihren Kopfflossen die Festmachleine von Booten und Schiffen zu ergreifen und mit aller Kraft daran zu rütteln. Dies zu unrecht als Angriff interpretiertes Verhalten ist in Wahrheit ein Versuch des Rochens sich durch Scheuern von lästigen Parasiten zu befreien, die auf seiner Haut sitzen.


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Mantas haben außer den "Teufelshörnern" absolut nichts furchterregendes. Sie sind harmlose und scheue Tiere. Sie beißen nicht und besitzen keinen giftigen Stachel, denn außer den Menschen, haben sie keine Feinde. Die Mantas leben seit Millionen von Jahren in den Weltmeeren und durchziehen, wie riesige schwarzweiße Vögel das Blau der Tiefe.

 

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